wie wir arbeiten

Kinder sind für uns nicht nur Lernende, sondern aktive Gestalter:innen von Erinnerungskultur. In ihren Händen liegt die Zukunft des Erinnerns. Unsere Bildungsarbeit lädt sie dazu ein, Geschichte nicht nur kennenzulernen, sondern Verantwortung für den Umgang mit ihr zu übernehmen.

Wir arbeiten biografieorientiert. Die Biografien werden nicht instrumentalisiert, sondern als individuelle Lebenswege ernst genommen. Lokalgeschichte vermitteln wir so authentisch wie möglich, in enger Anbindung an konkrete Orte, Spuren und Kontexte. Geschichte bleibt dadurch nah an den Alltagwelten der Kinder verortet.

Dabei verlieren wir die Gegenwart nie aus dem Blick. Ausgangspunkt unserer Arbeit sind die Erfahrungen, Fragen und Sichtweisen der Schülerinnen und Schüler. Geschichte wird nicht übergestülpt, sondern bewusst „dazugeholt“, um Bezüge herzustellen, Unterschiede sichtbar zu machen und Orientierung zu ermöglichen.

Die Arbeit mit Verfolgungs- und Opfergeschichten stellt hohe pädagogische Anforderungen. Eine zentrale Herausforderung besteht darin, eine Balance zu finden: Kinder weder emotional zu überwältigen noch die Gewalt- und Leidensgeschichten zu verharmlosen. Wir schaffen geschützte Räume, in denen Gefühle, Irritationen und Fragen Platz haben, und achten sorgfältig auf altersangemessene Zugänge.

Unsere Arbeitsweise ist transparent, partizipativ und prozessorientiert. Kinder wissen, was geschieht. Ihre Interessen, Ideen und Deutungen prägen den Verlauf der Projekte. Unterschiedliche Perspektiven und Widersprüche sind ausdrücklich erlaubt und werden als Teil demokratischer Aushandlung verstanden.

Wir arbeiten - soweit dies möglich ist - auf Augenhöhe. Widerstände nehmen wir ernst und bearbeiten sie gemeinsam. Methodenvielfalt, kreative Ausdrucksformen, Bewegung und spielerische Elemente ermöglichen unterschiedliche Zugänge und schaffen Entlastung.

So werden Kinder darin bestärkt, eigene Formen des Erinnerns zu entwickeln und diese in ihr Umfeld zu tragen – als aktive Teilnehmende an Erinnerungskultur, als Geschichtsvermittler:innen und als diejenigen, die das Erinnern in Zukunft weitertragen und gestalten.

Die Ergebnisse der Kinder sind die Ergebnisse der Kinder.