Im Zuge des Projektes konnten wir am Bahnhof in Birkenwerder am 12.06.2026 ein Gedenkzeichen anbringen, welches auf die Geschichte der Birkenwerder und Hohen Neuendorfer Juden und Jüdinnen sowie auf die Kampagne „MemoRails – Halt! Hier wird an NS-Geschichte erinnert“ aufmerksam macht. Wie das gesamte Projekt entstand das Gedenkzeichens mit Mitteln der Förderung durch die Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft und des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Wir danken den beteiligten Schüler:innen der Klasse 6d des Birkenwerder Pestalozzi-Grundschule für Ihr Engagement und die grandiose Moderation der Veranstaltung Ruth Winkelmann für Ihren bewegenden Bericht, dem Bürgermeister Birkenwerdes Stephan Zimniok für sein Grußwort, der Bahn, dem zuständigen Denkmalamt, dem Gemeindearchiv Birkenwerder für die Zusammenarbeit zur Realisierung des Gedenkzeichens, Tonja Heilmeyer und David Sernau für die Gestaltung desselben und der Stiftung EVZ für die Unterstützung dieses Vorhabens. Für die Unterstützung bei der Recherchen im Vorfeld danken wir der Geschichtsstube Birkenwerder. Für die Unterstützung bei der Durchführung der Veranstaltung durch die Ausleihung von Bänken bzw. Stellwänden für die Ausstellung der Exponate der Schüler:innen an diesem Tag danken wir der Gemeinde Sankt Paulus in Moabit und den Familienentlastenden Diensten der Berliner Lebenshilfe. Den beteiligten Lehrer:innen der Pestalozzi-Grundschule danken wir für die Begleitung der Schüler:innen und den produktiven Austausch. Und natürlich danken wir allen Gästen der Einweihung für Ihr Erscheinen, Ihr Interesse und das schöne Feedback zum Projekt und der Einweihung des Gedenkzeichens. EIne Besprechung der Einweihungsfeier finden Sie auf der Seite der Gemeinde Birkenwerder.
Die sechs Emaille-Platten des Gedenkzeichens beschäftigen sich – dem Forschungsstand geschuldet – vorwiegend der Geschichte der Familie Ruth Winkelmanns. Sie wuchs in Birkenwerder und Hohen Neuendorf auf, der Bahnhof war Umsteigestation zunächst auf ihrem täglichen Weg von der Jüdischen Mädchenschule in Berlin später von der Zwangsarbeit in Berlin. Die Schüler:innen unserer Projektwochen konnten Sie treffen und den Schilderungen Ihres Erlebens als Zeitzeugin mit Fragen begegnen. Ruth Winkelmann gab uns im Mai 2026 ein Interview zu Ihren Erinnerungen an ihr Aufwachsen als Mädchen aus einer Jüdischen Familie während der Zeit des Nationalsozialismus in Birkenwerder und Hohen Neuendorf. Wir bedanken uns bei Ruth Winkelmann für das Interview und freuen uns, es hier demnächst veröffentlichen zu können. Ihre Reflexionen hat sie in Ihrer Autobiografie „Plötzlich hieß ich Sara. Erinnerungen einen jüdischen Berlinerin 1933 – 1945.“ zusammengetragen. Neben einem historischen Foto des Bahnhofs zeigen die Emaille-Plaketten des Gedenkzeichens eine im Projekt entstandene Zeichnung Ruth Winkelmanns Schulweg und ermöglichen über einen Barcode die weitere Recherche zur Kampagne und den in dieser entstandenen Gedenkzeichen an 13 verschiedenen Orten in ganz Deutschland.










